Liege-Handbike
Im Liege-Handbike sitzt man tief und gestreckt. Das ergibt eine niedrige Sitzposition und wenig Luftwiderstand – eine Bauform für Training, Sport und weite Strecken.
Geführt werden Wolturnus (Antaras, Fatbike, Racebike und Racebike K), Praschberger (Speedbike Comp CC, Comp S und Ibex) und RGK (Shark RS und Shark RT).
Achten Sie auf Rahmengröße, Kurbelposition und Übersetzung. Die Merkmale der einzelnen Modelle helfen beim Vergleich.
Der Unterschied zum Adaptiv-Handbike
Ein Adaptiv-Handbike koppelt an den Rollstuhl an – praktisch, weil ein Gerät für beides reicht. Ein Liege-Handbike ist ein eigenständiges Rad, in das Sie umsteigen. Der Fahrer liegt tief, der Luftwiderstand sinkt deutlich, der Rahmen ist steif und leicht, und die Kraft geht ohne Umweg über eine Kupplung ans Rad. Der Gewinn: Geschwindigkeit und Fahrspaß.
Wofür es gebaut ist
Für Training, Touren und Wettkampf. Wer regelmäßig lange Strecken fährt oder Rennen bestreitet, findet in dieser Bauweise sein Element: Die Sitzposition allein macht über eine Distanz einen Unterschied, den kein Motor ausgleicht. Für den kurzen Weg zum Bäcker ist ein Adaptiv-Handbike die bequemere Wahl, denn dort steht der Umstieg nicht im Vordergrund.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Die Sitzposition wird auf den Fahrer gebaut: Rumpfwinkel, Beinlänge, Kurbelabstand und Schulterhöhe. Diese Maße lassen sich später nur begrenzt ändern, deshalb ist die Konfiguration hier besonders wichtig. Dazu die Frage nach dem Transport – ein Liege-Handbike passt selten quer in den Kofferraum, und der Weg zum Trainingsort gehört zur Planung dazu.
Unser Tipp
Überlegen Sie vorab, wie der Umstieg zwischen Rollstuhl und Liege-Handbike bei Ihnen aussieht – allein, mit Rutschbrett oder mit Hilfe. Ist er gut eingespielt, wird das Rad zum Trainingsgerät, auf das Sie sich jede Woche freuen.