Liege-Handbike
Der Unterschied zum Adaptiv-Handbike
Ein Adaptiv-Handbike koppelt an den Rollstuhl an — praktisch, weil ein Fahrzeug für beides reicht. Ein Liege-Handbike ist ein eigenständiges Rad, in das man umsteigt. Der Fahrer liegt tief, der Luftwiderstand sinkt deutlich, der Rahmen ist steif und leicht, und die Kraft geht ohne Umweg über eine Kupplung ans Rad. Das kostet Alltagstauglichkeit und bringt Geschwindigkeit.
Wofür es gebaut ist
Für Training, Touren und Wettkampf. Wer regelmäßig lange Strecken fährt oder Rennen bestreitet, kommt an dieser Bauweise nicht vorbei: Die Sitzposition allein macht über eine Distanz einen Unterschied, den kein Motor ausgleicht. Für den Weg zum Bäcker ist es das falsche Gerät — nicht weil es nicht ginge, sondern weil das Umsteigen den Vorteil auffrisst.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Die Sitzposition wird auf den Fahrer gebaut: Rumpfwinkel, Beinlänge, Kurbelabstand und Schulterhöhe. Diese Maße lassen sich später nur begrenzt ändern, deshalb ist die Konfiguration wichtiger als bei jedem anderen Gerät hier. Dazu die Frage nach dem Transport — ein Liege-Handbike passt selten quer in den Kofferraum, und der Transport zum Trainingsort gehört zur Anschaffung dazu.
Ein Hinweis aus der Praxis
Der Umstieg zwischen Rollstuhl und Liege-Handbike ist der Teil, den man beim Kauf unterschätzt. Klären Sie vorher, wie er bei Ihnen aussieht — allein, mit Rutschbrett oder mit Hilfe. Danach entscheidet sich, ob das Rad zum Trainingsgerät wird oder zum Ausstellungsstück.