Restkraftverstärker
Der Unterschied zum Zusatzantrieb
Beide sitzen im Antriebsrad, aber sie verfolgen unterschiedliche Ziele. Ein Zusatzantrieb ersetzt Ihre Kraft weitgehend und macht aus dem Rollstuhl ein motorisiertes Fahrzeug. Ein Restkraftverstärker verstärkt, was Sie selbst aufbringen — er misst Ihren Schub und legt einen Anteil dazu. Sie bleiben in Bewegung, die Schultern werden entlastet, und die eigene Kraft bleibt im Spiel.
Wofür das gut ist
Für Menschen, die selbst fahren können und wollen, denen aber die Distanz oder die Steigung zu schaffen macht. Für Schultern, die über Jahre viel getragen haben und geschont werden sollen, bevor der Schaden da ist. Und für Tage, an denen die Kraft schwankt: An guten Tagen fahren Sie fast allein, an schlechten trägt der Motor mehr.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Wie beim Zusatzantrieb entscheidet zuerst die Freigabe für Ihren Rahmen — Hersteller, Modell und Baujahr bereithalten. Dann das Gewicht der Räder, weil sie für den Transport abgenommen werden. Und dann die Frage, ob Sie eine Schiebeunterstützung für die Begleitperson brauchen: Manche Modelle bieten eine Fernbedienung, mit der jemand anderes den Stuhl bewegen kann.
Ein Hinweis aus der Praxis
Die Unterstützungsstufe ist keine Einstellung, die man einmal wählt. Sie gehört zum Tag: flach und leicht in der Wohnung, kräftig am Berg. Wer sie stets hoch stehen lässt, verliert die Muskelarbeit, für die das Gerät eigentlich gebaut ist.