Schiebehilfen
Warum das Schieben das Problem ist
Ein besetzter Rollstuhl wiegt schnell mehr als hundert Kilo. Auf ebener Strecke geht das, an einer Rampe wird es schwer, und im Gefälle wird es gefährlich, weil das Bremsen über die Arme läuft. Wer täglich schiebt, merkt das in Rücken und Schultern — und zwar meistens erst dann, wenn der Schaden bereits da ist. Eine Schiebehilfe setzt genau dort an.
Was eine Schiebehilfe leistet
Sie unterstützt beim Anfahren, hält das Tempo an der Steigung und bremst kontrolliert bergab. Bedient wird sie über ein Bedienteil an der Schiebestange, das die Begleitperson in der Hand hält. Der Rollstuhl bleibt im Übrigen unverändert bedienbar — die Feststellbremsen, die Beinstützen und der Transfer funktionieren wie zuvor.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Freigabe für den Rahmen zuerst: Hersteller, Modell und Baujahr des Rollstuhls. Dann das Gesamtgewicht, das bewegt werden soll — das entscheidet über die nötige Motorleistung. Und dann, wer bedient: Wenn mehrere Personen schieben, sollte die Bedienung ohne Einarbeitung verständlich sein und die Griffhöhe verstellbar.
Ein Hinweis aus der Praxis
Prüfen Sie die Bremsfunktion am Gefälle, nicht am Anstieg. Bergauf hilft jede Schiebehilfe spürbar; der Unterschied zwischen den Geräten zeigt sich bergab, wo eine gute Regelung das Tempo hält, ohne dass jemand gegenhalten muss.