Treppensteighilfen
Wenn keine Rampe möglich ist
Nicht jede Stufe lässt sich durch eine Rampe ersetzen. In Altbauten fehlt der Platz, in Mietwohnungen die Erlaubnis, an fremden Häusern beides. Eine Treppensteighilfe ist die mobile Antwort darauf: Sie wird mitgebracht, statt eingebaut, und sie funktioniert an fast jeder geraden Treppe.
Die Bauarten und ihre Grenzen
Es gibt Geräte, die an den vorhandenen Rollstuhl gekoppelt werden und ihn stufenweise anheben — praktisch, weil kein Umsetzen nötig ist. Und es gibt Steighilfen mit eigenem Sitz, in die umgesetzt wird; sie sind kompakter und für Besuche unterwegs gedacht. Beide brauchen eine Begleitperson. Und beide funktionieren an geraden Treppen; Wendeltreppen und sehr enge Podeste sind die Grenze.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Messen Sie die Stufenhöhe, die Stufentiefe und die Treppenbreite an der engsten Stelle, dazu das Podest oben und unten. Diese vier Maße entscheiden, ob ein Gerät überhaupt in Frage kommt. Dann das Gesamtgewicht inklusive Person und die Frage, wer bedient — die Begleitperson muss das Gerät führen können, nicht tragen.
Ein Hinweis aus der Praxis
Üben Sie die ersten Fahrten nicht an der eigenen Treppe im Alltag, sondern in Ruhe und ohne Zeitdruck. Der Bewegungsablauf ist nach wenigen Malen sicher, aber die ersten Stufen fühlen sich für beide Beteiligten ungewohnt an — und Zeitdruck ist an einer Treppe der schlechteste Ratgeber.