Sportrollstühle
Warum die Sportart die Bauweise bestimmt
In Ballsportarten zählt die Wendigkeit auf engem Raum: viel Radsturz für die Seitenstabilität, kurzer Radstand, Rollen vorn und hinten gegen das Kippen. Auf der Bahn zählt Geradeauslauf und Effizienz: kaum Sturz, langer Radstand, ein Lenkrad statt zwei. Wer im Verein mehrere Sportarten fährt, braucht deshalb entweder einen Kompromiss oder zwei Stühle — beides ist eine bewusste Entscheidung, keine Verlegenheit.
Was einen Sportstuhl vom Alltagsstuhl trennt
Der Sitz liegt tiefer und der Fahrer sitzt fester im Stuhl — oft mit Gurten fixiert, damit Oberkörperbewegung direkt in Fahrbewegung übergeht. Der Rahmen ist starr und steifer als jeder Alltagsrahmen. Und der Stuhl ist bewusst nicht für lange Sitzzeiten gebaut: Er ist ein Sportgerät, kein Ersatz für den Alltagsstuhl.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Die Sportart zuerst, dann die Klassifizierung und der Rumpfkontrollgrad — daran hängen Sitzhöhe, Sitzwinkel und die Frage, wie viel Fixierung sinnvoll ist. Der Radsturz folgt aus der Sportart und aus der Hallenbreite, in der Sie spielen. Wer im Verein fährt, sollte vor der Bestellung mit dem Trainer sprechen: Die Vorgaben des Verbands zu Radgrößen und Maßen sind bindend.
Ein Hinweis aus der Praxis
Fahren Sie vor der Bestellung den Stuhl eines Mitspielers, wenn es geht. Zehn Minuten in einem Stuhl mit anderem Sturz sagen mehr über die Passung als jede Beschreibung — und die Unterschiede zwischen zwei Konfigurationen spürt man sofort.