Transfer
Hilfsmittel für das Umsetzen zwischen Bett, Stuhl, Rollstuhl und Fahrzeug. Wählen Sie unten den Bereich aus.
Warum der Transfer das Risiko ist
Bei jedem Transfer verlässt das Körpergewicht eine sichere Fläche und findet erst nach ein bis zwei Sekunden eine neue. In dieser Zeit fehlt der Halt — und genau hier passieren die meisten Stürze in Wohnungen. Wer diesen Moment verkürzt oder überbrückt, senkt das Risiko mehr als durch jede andere Maßnahme.
Die Ansätze im Überblick
Rutschbretter überbrücken den Spalt zwischen zwei Sitzflächen, sodass der Weg im Sitzen zurückgelegt wird statt im Stehen. Drehscheiben nehmen die Drehbewegung ab, die für Hüften und Knie am schwersten ist. Gleitlaken erleichtern das Verschieben im Bett. Haltegriffe und Bettstützgriffe geben den Punkt, an dem man sich hochziehen kann.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Wie viel kann die Person selbst? Wer sich mit den Armen abstützen kann, kommt mit einem Rutschbrett weit. Wer stehen, aber nicht drehen kann, braucht eine Drehscheibe. Wer gar nicht mitwirken kann, braucht ein Hebesystem — das ist ein anderer Bereich. Und: Wer hilft? Die Hilfsmittel hier entlasten auch die pflegende Person, und deren Rücken ist Teil der Rechnung.
Ein Hinweis aus der Praxis
Die Höhen der beiden Flächen sollten möglichst gleich sein. Ein Transfer bergab ist leicht, ein Transfer bergauf ist schwer — deshalb lohnt es sich, die Betthöhe an die Rollstuhlhöhe anzupassen, bevor man Hilfsmittel kauft.