Gehstöcke & Krücken
Die Länge zuerst
Stellen Sie sich aufrecht hin, Arme hängen locker. Der Griff soll auf Höhe des Handgelenkknochens liegen. Beim Gehen ist der Ellbogen dann leicht gebeugt — etwa fünfzehn bis zwanzig Grad. Ein zu langer Stock hebt die Schulter bei jedem Schritt an; ein zu kurzer zwingt zum Vorbeugen. Beides merkt man erst nach Tagen, dann aber deutlich.
Stock oder Unterarmgehstütze
Ein Gehstock ist für Balance und leichte Entlastung. Eine Unterarmgehstütze überträgt Last vom Bein auf Arm und Schulter und ist die Wahl, wenn ein Bein nicht voll belastet werden darf. Wer beide Arme braucht, nimmt zwei Stützen — nicht einen Stock und eine Stütze, weil die unterschiedliche Höhe die Gangart verzieht.
Griff und Kapsel
Der Griff entscheidet über die Handbelastung. Anatomisch geformte Griffe verteilen den Druck über die ganze Handfläche und sind bei Arthrose oft der einzige Weg, den Stock über längere Strecken zu nutzen. Die Gummikapsel unten ist Verschleißteil: Sobald das Profil glatt ist, rutscht sie auf nassem Boden — Wechsel, nicht abwarten.
Ein Hinweis aus der Praxis
Bei einseitiger Entlastung gehört der Stock auf die gesunde Seite, nicht auf die betroffene. Das fühlt sich zunächst falsch an, ist aber der Grund, warum die Entlastung funktioniert: Stock und betroffenes Bein bewegen sich gemeinsam nach vorn.