Rückensysteme
Ein Rückensystem stützt den Rücken im Rollstuhl und hält die Wirbelsäule in einer angenehmen Haltung. Es ersetzt die schlaffe Rückenbespannung durch eine geformte, meist einstellbare Rückenfläche.
Geführt werden die Matrx-Rückensysteme von Invacare (Elite E2, E2 Deep, MAC, MX2 und PB) sowie die Rollstuhlrücken von JAY (Easy, J3 und J3 Carbon) und der JAY Zip für Kinder.
Entscheidend sind Höhe, Breite und die Form der Rückenfläche im Verhältnis zur Sitzposition. Die Angaben stehen in den Merkmalen der Produkte.
Fester Rücken, aufrechtes Sitzen
Eine Textilbespannung gibt mit der Zeit nach, meist innerhalb weniger Monate. Ein festes Rückensystem hält den Rücken dauerhaft in Form, unterstützt eine aufrechte Haltung des Beckens und des Oberkörpers und lässt ein gutes Sitzkissen seine Wirkung voll entfalten. Deshalb ist es oft die wirksamere Investition als ein teureres Kissen.
Höhe und Form
Ein niedriger Rücken lässt die Schultern frei und passt zu aktiven Selbstfahrern: Er endet unterhalb der Schulterblätter, damit die Antriebsbewegung frei bleibt. Ein hoher Rücken stützt bis in den Schulterbereich und ist die richtige Wahl, wenn der Rumpf zusätzliche Unterstützung wünscht. Die seitliche Kontur bestimmt, wie viel Führung der Rumpf bekommt: flach für Bewegungsfreiheit, ausgeprägt für Halt.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Die Rückenbreite entspricht der Sitzbreite. Die Höhe wählen Sie passend zur Rumpfkontrolle. Der Anstellwinkel bestimmt die Beckenposition und sollte verstellbar sein. Und die Montage muss zu den Rückenrohren passen: Messen Sie den Durchmesser und achten Sie darauf, ob der Rücken zum Falten oder Verladen abnehmbar sein soll.
Unser Tipp
Nach dem Einbau eines Rückensystems ändert sich die Sitztiefe um die Dicke der Schale. Prüfen Sie danach den Abstand zur Kniekehle, damit die Sitzfläche weiterhin passt und den Druck gut verteilt.