Rückensysteme
Warum die Bespannung nicht reicht
Eine Textilbespannung hängt mit der Zeit durch — meist innerhalb weniger Monate. Der Rücken folgt der Kuhle, das Becken kippt nach hinten, der Oberkörper sackt zusammen. Von da an arbeitet jedes gute Sitzkissen gegen den Rücken. Ein festes Rückensystem stoppt diesen Kreislauf und ist deshalb oft die wirksamere Investition als ein teureres Kissen.
Höhe und Form
Ein niedriger Rücken lässt die Schultern frei und ist für aktive Selbstfahrer richtig — er endet unterhalb der Schulterblätter, damit die Antriebsbewegung nicht behindert wird. Ein hoher Rücken stützt bis in den Schulterbereich und ist nötig, wo die Rumpfkontrolle fehlt. Die seitliche Kontur bestimmt, wie viel Führung der Rumpf bekommt: flach für Bewegungsfreiheit, ausgeprägt für Halt.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Die Rückenbreite entspricht der Sitzbreite. Die Höhe wird nach der Rumpfkontrolle gewählt, nicht nach Gewohnheit. Der Anstellwinkel entscheidet über die Beckenposition und sollte verstellbar sein. Und die Montage muss zu den Rückenrohren passen — Durchmesser messen, und prüfen, ob der Rücken zum Falten oder Verladen abnehmbar sein muss.
Ein Hinweis aus der Praxis
Nach dem Einbau eines Rückensystems ändert sich die Sitztiefe um die Dicke der Schale. Prüfen Sie danach den Abstand zur Kniekehle — wenn die Sitzfläche jetzt zu kurz ist, verlagert sich der Druck aufs Gesäß, und man hat ein Problem gegen ein anderes getauscht.