Therapietische & Tabletts
Mehr als eine Ablage
Die naheliegende Funktion ist die Fläche. Die wichtigere ist die Stütze: Liegen die Unterarme auf, wird das Armgewicht von den Schultern genommen, und der Oberkörper bekommt einen zusätzlichen Auflagepunkt. Für Menschen mit schwacher Rumpfkontrolle ist ein Therapietisch deshalb ein Positionierungshilfsmittel, kein Möbelstück.
Bauarten
Volle Tische umschließen den Oberkörper halbkreisförmig und geben rundum Auflage. Halbtische decken eine Seite ab. Klare Platten aus Acrylglas lassen den Blick auf Beine und Boden frei — wichtig für Menschen, die sich beim Fahren am Boden orientieren. Und es gibt abnehmbare Ausführungen für den Transfer sowie klappbare für enge Wege.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Die Höhe soll so liegen, dass die Unterarme aufliegen, ohne dass die Schultern angehoben werden. Die Aussparung muss zum Oberkörper passen, ohne zu drücken. Die Befestigung erfolgt meist über die Armlehnen — deren Abstand ist das Maß, das gebraucht wird. Und die Tragfähigkeit, wenn sich jemand beim Aufrichten darauf abstützt.
Ein Hinweis aus der Praxis
Prüfen Sie, ob der Tisch unter den Esstisch passt oder ihn ersetzt. Beides ist möglich; unklar wird es dann, wenn der Therapietisch am Stuhl bleibt und der Rollstuhl dadurch nicht mehr an den Tisch heranfährt.