Bereifungen
Luft oder pannensicher
Luftbereifung rollt leichter und federt Unebenheiten ab — spürbar auf Kopfsteinpflaster und bei jedem längeren Weg. Sie braucht dafür Kontrolle: Ein Reifen mit zu wenig Druck kostet mehr Kraft als jede Steigung. Pannensichere Reifen mit Vollgummi oder PU-Einlage nehmen Ihnen das Nachpumpen und die Panne ab, übertragen dafür jeden Stoß in den Rahmen. Wer viel drinnen fährt, merkt den Unterschied kaum; wer Waldwege fährt, sehr.
Die Größe finden
Auf der Flanke jedes Reifens stehen zwei Angaben. Die Zollbezeichnung — etwa 24×1 3/8 — und die ETRTO-Größe, zwei Zahlen mit Bindestrich wie 37-540. Die zweite ist die verlässlichere: Sie gibt Reifenbreite und Felgendurchmesser in Millimetern an und ist eindeutig. Zwei Reifen mit derselben Zollangabe können unterschiedliche ETRTO-Maße haben und passen dann nicht auf dieselbe Felge.
Profil und Farbe
Ein glattes Profil rollt auf Asphalt am leichtesten. Ein grobes Profil greift auf Schotter und Waldboden, kostet auf der Straße aber Kraft. Nicht-markierende Reifen hinterlassen keine Streifen auf hellem Boden — in Wohnungen, Praxen und Pflegeeinrichtungen oft eine Vorgabe. Die Farbe ist ansonsten Geschmackssache, mit einer Ausnahme: Helle Reifen zeigen Verschleiß früher.
Ein Hinweis aus der Praxis
Wechseln Sie beide Antriebsräder gemeinsam, auch wenn nur einer abgefahren ist. Zwei unterschiedlich abgenutzte Reifen ziehen den Stuhl leicht zur Seite, und man korrigiert dann bei jedem Schub — was über einen Tag mehr Kraft kostet als der zweite Reifen.